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Einblick

Die Verteidigung kehrt nach Mitteleuropa zurück

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Die meisten der letzten drei Jahrzehnte war die Produktion von Verteidigungsgütern in Europa geprägt von Konsolidierung statt Expansion. Produktionslinien wurden geschlossen, die Kapazitäten sanken. Regierungen betrachteten Verteidigungsausgaben eher als Mittel zur Reduzierung als zur Steigerung. Verteidigungskapazitäten wurden als politisch umstrittene Investitionen betrachtet, und das Kontinente wurde zu einer Routine, in der Produktion und – in einigen Fällen – strategische Abhängigkeit von Verbündeten in anderen Ländern abgewickelt wurden.

 

Diese Ära ist vorbei.

 

Since 2022, Europe’s defence industry has been rebuilding at a pace few analysts expected. EU ammunition production capacity alone rose from around 300,000 rounds a year in 2022 to an estimated 2 million by the end of 2025, a rate of industrial expansion that the Financial Times has described as three times faster than typical peacetime growth. In Germany, domestic defence orders rose by more than 50% in late 2025 compared with already-elevated post-invasion levels. Rheinmetall, once a mid-sized industrial name best known for automotive components, reported revenues of nearly €10 billion in 2024, with profits rising sharply and order backlogs stretching years out. Analysts now expect European defence company revenues, in aggregate, to grow by more than 10% annually for the next decade.

 

All dies findet sich nicht gleichmäßig auf dem gesamten Kontinent. Es tritt in unverhältnismäßiger Weise in Mittel- und Osteuropa statt, und die Gründe dafür sind von Bedeutung für jeden, der über die Zukunft der nächsten Welle an Industriekompetenz nachdenkt.

 

Key Takeaways 

  • EU ammunition capacity rose from around 300,000 rounds a year in 2022 to an estimated 2 million by the end of 2025.
  • Funding is large and dated: SAFE offers up to €150 billion of long-term loans, and EDIP provides €1.5 billion in grants for 2026 and 2027.
  • The build-up is concentrated in Poland, Slovakia, Hungary, Romania and the Baltics, close to the war in Ukraine and on top of dormant industrial know-how.
  • Defence tenants need heavier floor loads, dangerous-goods permitting, high security and speed. The constraint is facilities that can be permitted and made operational fast enough.

 

Warum der Osten schneller voranschreitet

Geographie ist der offensichtliche Faktor. Polen, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und die baltischen Staaten liegen am nächsten an dem Krieg in der Ukraine, und diese Nähe hat sich direkt in die Dringlichkeit umgewandelt. Branchenbeobachter beschreiben die Aufbaumaßnahmen in der Region als zunächst durch diese Nähe getrieben, wobei Geschwindigkeit nun die entscheidende Beschränkung ist: Geschwindigkeit zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten, Geschwindigkeit, um das bereits vorhandene zu erweitern, und Geschwindigkeit, um neue Verteidigungsprodukte auf den Markt zu bringen, bevor die operative Notwendigkeit nachlässt.

But there is a second, less obvious factor: much of this region has defence manufacturing in its industrial memory. Former Czechoslovakia, Poland, Bulgaria, and Romania were once significant arms exporters, supplying markets across the Middle East, Africa, Asia, and Latin America. That industrial base didn’t disappear so much as go dormant. Rearmament is now reactivating it, and in several cases the underlying engineering knowledge, supplier relationships, and skilled labour pools never fully left.

The scale of the funding behind this shift is hard to overstate. The EU’s SAFE loan instrument makes roughly €150 billion available for defence procurement, with a firm 2030 delivery deadline and Poland positioned as one of the largest beneficiaries. Separately, the European Defence Industry Programme has launched with €1.5 billion for 2026 and 2027, split across industrial reinforcement, common procurement, and shared defence projects, all aimed at expanding manufacturing output and strengthening supply chains across the continent. The 2030 deadline attached to SAFE funding is not a suggestion. Given the lead times involved in both equipment delivery and the capacity investments needed to support it, meeting it will require compressing timelines that, under peacetime procurement rules, would normally take considerably longer.

 

EU defence funding instrument  Größe Typ
SAFE (Security Action for Europe) up to €150 billion Long-term, low-cost loans for joint procurement
EDIP (European Defence Industry Programme) €1.5 billion Grants, including a Ukraine Support Instrument

 

 

Which Central European Countries Are Leading? 

Einige der klarsten Signale zeigen sich auf nationaler Ebene:

  • Ungarn‘s Zrínyi 2026 program Es verfolgt einen eigenständigen Ansatz und baut die Wiederindustrialisierung von Grund auf, anstatt einfach ausländische Investitionen einzuladen. Sein Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall zur Herstellung des Infanteriekampffahrzeugs Lynx gibt dem ungarischen Staat einen 49 -prozentigen Eigenanteil über eine staatliche Holdinggesellschaft, und zwar nicht nur eine vertragliche Rolle. Ungarn verfolgt einen ähnlichen Ansatz mit Airbus Helicopters, indem es einen direkten Anteil von 30 Prozent an seinem Werk in Gyula erwirbt.
  • Polen Die polnische Regierung plant die Ausrüstung von gepanzerten Fahrzeugen, Luftverteidigungssystemen und Drohnenabwehrsystemen mit modernster Technologie und hat über 2 Milliarden Euro aus ihrer SAFE-Vergabe speziell für ukrainische Verteidigungstechnologien bereitgestellt, obwohl die meisten Mittel zur Verfügung zu stellen sind, um sie an die nationale Industrie zu übertragen. Polen hat außerdem begonnen, ein mobiles Anti-Drohnen-Schutzsystem zu entwickeln, das Sensoren, elektronische Kriegsführung und Abfangdrohnen umfasst.
  • Slowakei und Rumänien Sie werden zunehmend in Lieferketten größerer Plattformen eingebunden, von Fahrzeugkomponenten bis hin zu Engineering- und Logistikunterstützung, da die Hauptauftragnehmer versuchen, die Abhängigkeit von einzelnen Ländern zu verringern.
  • Ukraine Es wird direkt in die europäische Verteidigungsindustrie integriert, wobei Produktionslinien für ukrainisch entwickelte Drohnen bereits in Polen, Deutschland, den baltischen Staaten und im Vereinigten Königreich aktiv sind und bis 2026 zehn ukrainische Exportzentren geplant sind.

 

What Does the Defence Boom Cover Beyond Tanks and Ammunition? 

Eine der interessanteren Entwicklungen in diesem Wiederaufbauzyklus ist die zunehmende Vielfalt der Projekte. Analysten, die den Sektor verfolgen, weisen mindestens fünf unterschiedliche Bereiche an, die von der Erhöhung der Ausgaben profitieren, und jeder dieser Bereiche nutzt eine andere Art von industriellen und technologischen Kapazitäten.

Drohnen und unbemannte Systeme Die schnellst wachsenden Segmente sind geworden. Die EU-Initiative für Drohnenabwehr, die Anfang 2026 gestartet wurde, zielt darauf ab, bis 2027 einen stratifizierten, kontinentalen Gegen-Drohnen-Schutz zu schaffen. Der deutsche Hersteller Quantum Systems, dessen Vector-Drohne in der Ukraine im Einsatz getestet wurde, hat sich zu einem der prominentesten Akteure der Region entwickelt, wobei sowohl die Militär- als auch die kommerzielle Einnahmen parallel wachsen. Deutschland und die Ukraine unterzeichneten im April 2026 ein Verteidigungspaket in Höhe von 4 Milliarden Euro, das eine gemeinsame Drohnenproduktion umfasst.

Halbleiter und Verteidigungs-Elektronik Sie repräsentieren eine unangenehme Abhängigkeit, die Europa nun schließen will. Moderne Plattformen, von Raketenführungseinheiten bis hin zu verschlüsselten Kommunikationssystemen, laufen auf ausgefeilten Prozessorchips, die das Kontinente historisch von den USA importiert hat, während die Fertigung an asiatische Gießereien ausgelagert wird. Die Finanzierung der EDIP-Initiative zur industriellen Verstärkung zielt in Teilen auf diese Lücke ab.

Metalleintensives Fertigungsverfahren Die Vereinigten Staaten sind eine der einfachsten Begünstigten. Schiffe, gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie-Systeme und Raketenwerfer bestehen im Wesentlichen aus Metall, und Analysten schätzen, dass rund 40 Prozent der zusätzlichen Verteidigungsausgaben Europas in die Beschaffung von metallhaltigen Ausrüstungskonstruktionen fließen werden – fast doppelt so viel wie die übliche NATO-Norm für diese Kategorie. In diesem Segment fließen bereits vorhandene Kapazitäten der zentral-europäischen Schwerindustrie und die dafür ausgebildeten Arbeitskräfte nahezu direkt in die Beschaffung von Ausrüstung.

Cybersecurity Stillem gewachsen ist sie inzwischen zu einer eigenständigen Wachstumsbranche im Bereich der Verteidigung. Die Einnahmen aus der europäischen Cybersicherheitsbranche stiegen im April 2026 gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent; die Segmente Identitäts- und Zugriffsmanagement sowie die Sicherheit von Regierungs- und Militärsystemen wuchsen mit 18 Prozent. Da die zugrunde liegende Technologie sowohl für militärische als auch für kommerzielle Käufer gilt, treibt die Verteidigungsausgaben zusammen mit diesen die Investitionen in die breitere Sicherheitsbranche nach oben.

Luft- und Raumfahrtindustrie Dies ergänzt das Bild zwar nicht ausschließlich für militärische Endnutzung, doch GE Aerospace kündigte allein für 2026 Investitionen in neue europäische Fertigungsanlagen in Höhe von mehr als 110 Millionen Euro an, darunter 15 Millionen Euro in Polen für Schleif- und Bearbeitungsanlagen sowie 8 Millionen Euro in der Tschechischen Republik für Präzisionsbearbeitung und Montagewerkzeuge sowie Programme zur Weiterbildung von Mitarbeitern, die Tausende von Studierenden in der Region erreichen.

 

Sovereign Capability verändert die Immobilien-Rechnung

In diesem Jahr taucht in den Berichten zur Verteidigungsindustrie immer wieder die Phrase „soziales Potenzial“ auf. Sie bezieht sich auf die Fähigkeit, kritische militärische Technologien innerhalb Europas zu produzieren, anstatt auf Importe aus den USA oder asiatischen Lieferanten zu setzen. Diese einzige Strategiewandlung hat direkten Einfluss darauf, wie und wo die Fertigungskapazitäten aufgebaut werden.

Die Produktion von Verteidigungsgütern unterscheidet sich nicht von herkömmlichen Industriegeschäften. In der Regel umfasst dies:

  • Höhere Bodenbelastungen und bautechnische Anforderungen für die Montage von gepanzerten Fahrzeugen und Munition
  • Specialised permitting for hazardous materials and dangerous goods, often falling under Seveso-level regulation
  • Höhere Sicherheits- und Zugangskontrollanforderungen als bei herkömmlichen Logistik- oder Produktionsflächen
  • Nähe zu bestehenden Verteidigungs- und Industrieclustern sowie eine qualifizierte und Sicherheitsbewilligung erhaltene Arbeitskraft
  • Lieferzeiten werden anhand der harten Fristen der Regierung gemessen, nicht anhand der üblichen Geschäftsvertragslaufzeiten

Governments and prime contractors alike are discovering that the constraint on rearmament isn’t only funding. It’s finding facilities that can be permitted, built, and made operational fast enough to matter. Industry analysts have consistently flagged workforce shortages and supply chain bottlenecks, particularly in electronics and specialised materials, as the practical limits on how quickly capacity can scale, even now that money is no longer the obstacle it once was.

Es gibt auch eine strukturelle Spannung, die ehrlich gesagt erwähnt werden sollte. Untersuchungen, die die Verteidigungs- und Industriestrukturen in Mittel- und Osteuropa vergleichen, haben festgestellt, dass diese Volkswirtschaften zwar in ihrer Zivilwirtschaft tief in den westlichen europäischen Kapital- und Lieferketten integriert sind, ihre Verteidigungssektoren historisch gesehen jedoch vor dem gleichen Grad an ausländischer Einmischung geschützt waren. Das staatliche Mitbesitzmodell Ungarns mit Rheinmetall und Airbus Helicopters spiegelt diesen Instinkt direkt wider. Für Betreiber von Anlagen und Industriepartnern in der Region bedeutet dies, dass die tragfähigste Rolle eher die Bereitstellung von Infrastruktur und die Beschleunigung der Lieferzeiten ist als die Inanspruchnahme des eigentlichen Verteidigungs- und Industrieaktives.

What Does Central Europe’s Industrial Map Look Like for Defence? 

Die Länder, die in der besten Position sind, diese Welle zu nutzen, haben ein spezifisches Profil: eine bestehende industrielle Infrastruktur, eine qualifizierte Fertigungsbelegschaft, Entwickler mit internen Genehmigungskenntnissen für komplexe oder gefährliche Anlagen sowie ausreichend verfügbare, bereits genehmigte Grundstücke, um entsprechend schnell vorangehen zu können.

Diese Kombination war in der Vergangenheit der Kernmarkt von CTP, und der Verteidigungssektor ist bereits in dieser Region präsent. Hersteller wie KNDS, Dynamit Nobel Defence, Safran, Latecoere, Honeywell und Demgy EIS betreiben heute ihre Aktivitäten innerhalb des CTPark-Netzwerks. See Kundengeschichten und Unsere Lösungen for some examples.

What that work has surfaced is a fairly consistent set of requirements. A permitted landbank close to existing industrial parks. In-house teams that handle zoning and dangerous goods permitting directly rather than outsourcing it. A high-security baseline including stand-alone buildings, controlled access environments, and 24 hour monitoring. Flexible construction that can absorb changes mid-build as technical requirements evolve. And customisation experience spanning clean rooms, electrostatic discharge flooring, and vibration-free laboratories.

Those are the capabilities defence-adjacent manufacturing needs, whether the buyer is a prime contractor, a Tier 1 supplier, or a company scaling into the sector for the first time. Clean-room and compliance-ready requirements overlap strongly with life science, as covered in Wo Pharma in den CEE-Ländern tätig ist. 

Defence’s return to Central Europe isn’t a temporary spike tied to a single conflict. It reflects a structural decision by European governments to rebuild sovereign industrial capacity for the long term, backed by the kind of multi-year, multi-billion-euro funding commitments that don’t unwind quickly even if the security situation eventually stabilizes. For the region’s industrial real estate market, that means demand for specialised, fast-to-deliver, compliance-ready space is only getting started.

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Author – CTP Research Team
Last updated  – 16 October 2026

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